Fragen & Antworten

/ Typische Nachfragen und Zweifel

A) Zur Unterschriftensammlung

Bleibt es unter uns, wenn ich unterschreibe ?
Außer den Menschen, denen Sie selbst die betreffende Unterschriftenliste zeigen, erfährt nur das Potsdamer Wahlbüro von Ihrer Unterschrift. Sie können also unterschreiben, auch wenn Ihre Meinung von der Ihrer Arbeits- oder Parteikolleg*innen abweicht.

Werden meine Daten bei der Unterschriftensammlung zweckentfremdet ?
Im Gegensatz zu kommerziellen Anliegen werden bei einer solchen Sammlung Ihre Daten nicht digitalisiert und zweckentfremdet. Die anzugebenden Daten besitzt das Potsdamer Einwohnermeldeamt bereits – das erneute Angeben dient dem Abgleich der Unterschriftsberechtigung. Diese anderweitig zu benutzen, würde unserem Anliegen schaden, weshalb dies außerhalb unseres Ansinnens liegt.

Wer darf alles unterschreiben ?
Zum Unterschreiben müssen Sie mindestens 16 Jahre alt sein und Ihren Wohnsitz in Potsdam haben. Der Wohnsitz wird bei mehreren Wohnsitzen dort vermutet, wo der Hauptwohnsitz gemeldet ist. Im Zweifelsfall können Sie eine persönliche Begründung, warum der Lebensmittelpunkt am Zweitwohnsitz ist, für das Potsdamer Wahlbüro, das die Unterschriften überprüft, beilegen.

Kann ich auch online unterschreiben ?
Im Gegensatz zu verschiedenen Petitionen ist das bei einem Bürgerbegehren leider nicht möglich. Die Brandenburgische Kommunalverfassung schreibt vor, dass alle Unterschriften analog und im Original abgegeben werden müssen.

Ist das ganze Blatt ungültig, wenn eine Unterschrift ungültig ist ?
Nein. Jede Unterschrift zählt für sich.

Ist es wichtig, dass ich mich in letzter Zeit innerhalb Potsdams umgemeldet habe ?
Nein. Wenn Sie allerdings neu nach Potsdam gezogen sind, müssen
wenigstens drei Monate vergangen sein, bevor Sie eine gültige
Unterschrift leisten können.

B) Zum Bürgerbegehren / der Fragestellung

Was bringt eine Frage nach der Auflösung der GK-Stiftung?
Das Bürgerbegehren zeigt, ob die Potsdamer Bevölkerung den Wiederaufbau der Garnisonkirche überhaupt unterstützt. Falls nicht, müsste die GK-Stiftung gegen die mehrheitliche Meinung der Potsdamer Bevölkerung kämpfen, um das Wiederaufbauprojekt weiterhin zu forcieren. Wir empfehlen der GK-Stiftung, nicht den gleichen Fehler zu machen wie die DDR-Führung 1968, die die Bevölkerungsmeinung bei der Sprengung ignorierte. Die Stiftung Garnisonkirche, die evangelische Kirche und die Stadt Potsdam sollten die demokratische Abstimmung respektieren und dementsprechend konsequent das Wiederaufbauprojekt auf Eis legen.

Was bedeutet „alle zulässigen rechtlichen Möglichkeiten nutzen“, um auf die Auflösung hinzuwirken?
Die Forderung, alle rechtlich zulässigen Möglichkeiten zu nutzen, um die Stiftung aufzulösen, bedeutet auch, eventuellen rechtlichen Bedenken über das Konstrukt der Stiftung nachzugehen. Schließlich wird die Stadt Potsdam per Satzungszweck zu stadtkirchlicher Arbeit gezwungen. Das widerspricht aber dem Neutralitätsgebot in Religionsfragen für staatliche Institutionen. Wenn die Stiftung selbst rechtswidrig handelt, kommt sie der Auflösung plötzlich sehr nahe – auch ohne Zustimmung des Stiftungskuratoriums.

Warum fragt ihr nicht direkt ‚Lehnen Sie den Wiederaufbau der Garnisonkirche ab‘ ?
Eine solche Fragestellung wäre uns eigentlich auch lieber. Nur verbietet uns die Brandenburgische Kommunalverfassung eine solche Fragestellung. Diese regelt Bürgerbegehren in Brandenburg sehr strikt und schließt Bürgerbegehren bzgl. Bauleitplanungen und Baugenehmigungen aus. Da die GK-Stiftung eine Baugenehmigung hat, ist eine direkte Frage zum Wiederaufbau nicht möglich – auch wenn die Baugenehmigung ohne Finanzierungsplan genehmigt worden ist.

Was machen wir, wenn das Ergebnis der demokratischen Abstimmung von den Wiederaufbau-Akteuren mit Füßen getreten wird und trotz allem Widerstands gebaut wird?
Wir glauben nicht daran, dass ein erfolgreiches Bürgerbegehren der Spendensammlung gut tun wird. Im Gegenteil: Wer wird dann noch spenden wollen, wenn die Potsdamer Bevölkerung das Wiederaufbauprojekt nicht will? Wer will sich da unbeliebt machen?
Ohne Spenden wird dann gar nichts mehr passieren, da helfen dann auch keine Steuergelder mehr. Zum Glück hatte die Bundesregierung ja zugesichert, dass eine Vollfinanzierung nachzuweisen ist, bevor die 12 Mio. Euro Steuergelder fließen. 2018 läuft die Baugenehmigung aus. Die Karten werden dann ganz neu gemischt, wenn nicht sogar der Stiftung vorher die Luft ausgeht und einfach alles einschläft, weil es schon nervt, wenn die Mehrheit von Potsdam dagegen ist.

C) Inhaltliches zur Stiftung

Sollte die Stadt nicht lieber in der Stiftung bleiben, damit sie mitbestimmen kann ?
Leider hat die Stadt in der Stiftung GK nur ein minimales Mitspracherecht, mit dem sie keine Entscheidungen beeinflussen kann. Da die Stiftung kirchlichem Recht unterliegt und mit einer kirchlichen Mehrheit besetzt ist, hat die Stadt Potsdam dort kein Vetorecht oder dergleichen.

Ist es nicht gut, wenn ein Privatvorhaben durch Beteiligung der Stadt kontrolliert werden kann ?
In den letzten Jahre sagte der Oberbürgermeister nichts über den konkreten Spendenstand. Einzelne Spendenhöhen und Spender wurden nicht transparent gemacht – bei Anfragen durch Stadtverordnete windet sich die Stadt um eindeutige Antworten herum. Von sinnvoller Kontrolltätigkeit kann daher nicht gesprochen werden, vielmehr scheint die Stadt nur einen Platz im Stiftungsgremium zu haben, um die Grundstücksschenkung irgendwie zu legitimieren.

Das Glockenspiel ist doch schon da, müssen wir da nicht die Sache vollenden ?
Das Gerüst mit den misstönenden Glocken wurde vor 23 Jahren von einem militärischen Verein gestiftet. Daraus ergibt sich keine Notwendigkeit, unreflektiert deren Ansinnen fortzusetzen. Die Glocken auf der Plantagen lassen sich bei Bedarf an andere Orte verbringen oder wieder einschmelzen (z.B. mit gesparten Geldern aus der Stiftung GK).

D) Fragen zur Potsdamer Stadtgestaltung

Brächte eine neue Garnisonkirche nicht mehr Touristen nach Potsdam, die zu Einnahmen für Gewerbetreibende und damit mehr Steuereinnahmen führen ?
Potsdam hat genügend Attraktionen mit historisch-preußischem Nimbus. Anstelle weiterer Zielpunkte für Menschen, die an Schlössern, prächtigen Kirchen und Aufenthaltsorten des einstigen Adels interessiert, könnte Potsdam eine kulturelle Bereicherung in Form moderner Architektur oder lebendiger junger Örtlichkeiten gebrauchen. Dies würde eine neue Touristenklientel in die Stadt ziehen, anstatt eventuell die Verweildauer derer um ein paar Stunden zu erhöhen, die eh schon wegen anderer Prunkbauten in Potsdam sind.

Braucht Potsdams Silhouette nicht den Dreikirchenblick zurück? / Die GK wird doch für die Rückgewinnung der historischen Silhouette benötigt?
Die Rückgewinnung der Silhouette ist zunächst kein Muss. Daneben hat sich Potsdam so oder so in den letzten 70 Jahren verändert. Das kann mensch auch einfach mal anerkennen. Einzelne Wünsche mit bestimmten Ästhetikvorlieben haben keine moralische Berechtigung, andere Wünsche und die Akzeptanz der realen Gegebenheiten zu korrumpieren.

Lässt sich mit einer Leerstelle denn gegen den Militarismus arbeiten ?
Ja. Vertrauen Sie den Künstler*innen und Architekt*innen, die heute leben. Sie sind eingeladen, sich bei einem hoffentlich bald stattfindenden ergebnisoffenen Diskurs über die Gestaltung/Verwendung des Ortes zu beteiligen.

Ist die GK nicht ein einzigartiges Zeugnis norddeutscher Barockbauweise ?
Die GK als einziger Sakralbau im Stil des norddeutschen Barock ist anhand von Bauplänen und historischen Ansichten ausreichend dokumentiert. Diesem umfangreichen kunsthistorischen Wert kann eine Kopie der Kirche nicht gerecht werden, welche die städtebaulichen Zeitschichten am historischen Ort der GK zerstörte. Eine Rekonstruktion der Kirche kann der Fülle der früheren Bedeutungen nicht gerecht werden, sondern wäre allenfalls ein authentisches Zeugnis einer Phase der Rekonstruktion(swut) im Potsdam des frühen 21.Jahrhunderts.

E) Die BI und die DDR in Potsdam

Findet ihr Plattenbauten wirklich schöner als Barockbauten ?
Ganz unabhängig davon, was einzelne Personen schön finden, sollten intakte Bauten möglichst auch weiterhin genutzt werden. Einzelne Gebäude bieten über den einfachen Nutzwert (bspw. Wohn- oder Gewerberaum) hinaus auch ästhetische oder geschichtliche Qualitäten, die der Nachwelt erhalten werden sollten. So können anhand von originalen Bauwerken die Eigenheiten und die Formensprache der ehemaligen DDR vermittelt werden.

Wollt ihr die DDR zurück ? / Ihr wisst schon, dass die DDR auch militaristische Züge hatte ?
Wir setzen uns für eine zivile Bürgergesellschaft ein. Über die DDR darf jede*r seine eigenen Ansichten haben, die aber in jedem Fall nicht zur Zwangsläufigkeit einer GK-Kopie-Errichtung führen.

Sollte nicht das antikirchliche Vorgehen der DDR wiedergutgemacht werden ?
Dass die DDR keine staatliche Neutralität gegenüber Religionsfragen vertrat, heißt nicht, dass die Stadt Potsdam verpflichtet wäre, diesbzgl. Geschichtsrevisionismus zu betreiben.

F) Die BI und die Rechten

Der Ort kann doch nichts für Hitler und die Goebbelsche Propaganda ?
Bloßer Zufall leitete nicht die Gedanken der Mitglieder der Reichsministerien, als sie 1933 die Worte wählten: “Es gibt im ganzen Preußen-Deutschland nur einen Ort, an dem der 1. Reichstag des nationalsozialistischen Staates eröffnet werden kann, nämlich die Garnisonkirche in Potsdam.“ In die damalige Werbesprache fügte sich das Alleinstellungsmerkmal der Kirche so ein: “Es gibt kein höheres Symbol, als dass nach dem Verbrechen im Reichstag jetzt die nationale Regierung nach Potsdam geht, um an der Bahre des großen, unsterblichen Königs in der Garnisonkirche das neue Werk des deutschen Wiederaufbaus zu beginnen.” [Deutschlandsender, 2. März 1933]

Wollt ihr alle Gebäude abreißen, in denen Hitler mal war ?
Nein. Vorhandene Bauten können interpretiert und verantwortungsvoll genutzt werden. Eine Pflicht, möglichst viele umdeutbare Bauwerke wieder zu errichten, ergibt sich daraus nicht.

Sollte diese zentrale Stelle nicht mit einer mahnenden Ausstellung besetzt werden, damit Goebbels und Ulbricht nicht am Ende Recht behalten?
Für Erinnerung und die Auseinandersetzung mit der wechselhaften Geschichte des Ortes ist keine teure, originalgetreue Kirchkopie von nöten. Über die Form und die Einrichtung eines Gedenkortes sollte vor dem Beginn von Baumaßnahmen öffentlich und ergebnisoffen debatiert werden.

Es ist doch lächerlich, vor Monarchisten und Alt-/Neonazis Angst zu haben ?
Sie müssen diese Bedenken ja nicht teilen, sollten aber akzeptieren, dass Mitmenschen diesbzgl. Befürchtungen haben, die sich übrigens aus konkreten vergangenen und gegenwärtigen Anlässen speisen.

Was ist mit den bisher gespendeten 6,5 Millionen ? Wer war eigentlich Max Klaar ?
Auf Betreiben der „Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel“ (TPG) kam das Gerüst mit nachgegossenen Garnisonkirchenglocken 1991 auf die Plantage an der Dortustraße. Dieser Verein sammelte unter ihrem Geschäftsführer Max Klaar besagte Millionen für den originalgetreuen Aufbau einer Kirchkopie. Max Klaar als Vorstandsmitglied des rechtsextremen „Verbandes Deutscher Soldaten“ hatte jedoch andere Vorstellungen vom Innenleben einer neuen Garnisonkirche als etwa die evangelische Kirche. Die TPG zog sich daher zurück aus dem Aufbauprojekt, etliche Mitglieder liefen zur FWG über und die Millionen verbleiben in der „Stiftung Preußisches Kulturerbe“.

G) “Hort des Militarismus”

Ist nicht gerade die GK als Mahnmal gegen Nationalsozialismus und Krieg geeignet ?
Die zerstörte Kirche wäre durchaus ein mögliches Mahnmal gegen Kriegsverherrlichung und diktatorische Strukturen gewesen. Jedoch können und wollen wir die Zeit nicht zurückdrehen, indem wir eine künstliche Ruine bauen lassen.

Das Brandenburger Tor und andere Orte standen doch auch mal für Militär und die tun heute keinem mehr was ?
Kann ja sein, aber diese Orte wurden nicht abgetragen und kostenintensiv und absichtsvoll rekonstruiert. Es ist ein großer Unterschied, etwas Stehendes umzudeuten oder etwas Nichtseiendes zurückzuwünschen.

Es gab doch auch eine Zivilgemeinde, deshalb ist es doch keine reine Militärkirche gewesen ?
Entscheidend ist die Hauptnutzung und die Wahrnehmung. Goebbels hat die Garnisonkirche ja nicht zufällig ausgesucht. Sie stand bereits vorher für militärischen Nationalismus.

H) Fragen zu hübscher Optik

Warum seid ihr so intolerant gegenüber den Freunden klassischer Architektur ?
Im Gegenteil: wir befürworten vielfältige Architekturströmungen innerhalb einer Stadt. Vorhandene Bauwerke aus Renaissance, Rokoko oder Barock dürfen gern gepflegt und sinnvoll bespielt werden. Vollständig abgetragene Gebäude auf längst überbauten Grundrissen wiederaufbauen zu wollen, zeugt allerdings von fehlendem Augenmaß der Freunde klassischer Architektur.

Die Breite Straße braucht doch aber dringend eine Verschönerung ?
Die Aufenthaltsqualität der einstigen Magistrale kann mensch durchaus kritisieren. Daraus ergibt sich aber nicht notwendigerweise ein Zwang zur Errichtung einer GK-Kopie. Vielmehr müsste weiterhin die schwierige Verkehrsführung und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel thematisiert werden, damit einmal die Breite Straße den Charme einer Stadtautobahn aufgeben kann.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und dem geplanten Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam?
In Dresden stellt sich ebenso die kritische Frage der Notwendigkeit der Rekonstruktion. In Dresden gab es aber -im Gegensatz zu Potsdam- Menschen, die auch für den Bau in bedeutender Höhe gespendet haben. Während in Dresden aus einer Ruine eine Rekonstruktion mit dem gesammelten Geld entstand, wird in Potsdam eher aus einem Baufeld eine Bauruine entstehen, da seit 10 Jahren nicht ansatzweise Spendengelder zusammengekommen sind. Die Gelder, die schon eingesammelt wurden sind (insgesamt 6,5 Mio. Euro), sind bereits ausgegeben. Das Baufeld beherbergt bis auf ein wenig verziertes Mauerwerk mehr Sand als Garnisonkirche. Nicht nur stand in Dresden noch eine deutliche, große Ruine, deren Überreste in die Rekonstruktion integriert werden konnten, sondern zudem hatte die Frauenkirche eine relevante Bürgergemeinde statt einer vornehmlich militärischen Nutzung.

 
I) Fragen zu Geldern und deren Verteilung

Gelder für die Garnisonkirche kommen doch eh aus Töpfen, die nicht für Schulsanierungen oder Jugendzentren verwendet werden können ?
Aus welchen Töpfen die Gelder kommen, die gebraucht werden, um die Garnisonkirche fertigzustellen, wenn sie als Bauruine dasteht, weiß heute kein Mensch. Die 12 Mio. vom Bund kommen aus dem Denkmalschutztopf. Im Denkmalschutz fehlt heute überall Geld, es reicht an vielen Stellen nicht mal für einen wirksamen Bestandsschutz.

Wie sind die Gelder von Land, Stadt und Bund in die Garnisonkirchen-Stiftung gekommen ?
Soweit wir wissen, nicht durch die normalen Antragsverfahren. Bei den Denkmalschutzmitteln wäre dies auch gar nicht möglich, da dort ein Nachweis der Denkmalschutzwürdigkeit erforderlich ist. Wir müssen davon ausgehen, dass einflussreiche Mitglieder des Fördervereins bzw. der Stiftung, wie Altbischof Huber und Katherina Reiche, ihre Kontakte haben spielen lassen.
Beispiele für eine indirekte Finanzierung des Aufbaus der Garnisonkirche sind: MAE-Kräfte, Bundesfreiwilligendienstler, öffentliche Zuwendungen (Lottomittel, PMO-Gelder), die Schenkung des Großteils des Grundstückes, die Verlegung der Breiten Straße und der Abriss des Rechenzentrums. Letztere wurden bzw. werden aus Fördermitteln des Landes, einem Eigenanteil aus dem Treuhandvermögen des Sanierungsträgers und den Einnahmen, die bei der Vermarktung des Areals am Langen Stall erwartet werden, bestritten. Sie hätten also auch für andere Straßenbaumaßnahmen beantragt und genutzt werden können.

Könnten die 12 Mio. € aus dem Bundeskulturhaushalt genutzt werden, um den geplanten Parkeintritt / Tourismusabgabe weiterhin zu verhindern, ohne die Stadt Potsdam jährlich mit 1Mio. € zu belasten ?
Wenn der Bund der Schlösserstiftung 12 Mio. mehr für die Pflege ihrer denkmalgeschützten Anlagen (Gartendenkmäler)geben würde, könnte auf die Zuschüsse der Stadt und einen Parkeintritt verzichtet werden.

J) Allgemeine Fragen

Habt ihr nichts Besseres mit eurer Zeit vor ? / wollt ihr euch nicht lieber um Klima/hungernde Kinder/etc. kümmern ?
Gegenfrage: Warum engagieren sich die FWG-Mitglieder und Stiftungsengagierte nicht gegen Kinderarmut, die sich weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich, gegen Emissionen und die Versiegelung von Bodenflächen ? Unsere Welt ist komplex. Kleine Bausteine können große Veränderungen bewirken. Jede*r muss für sich entscheiden, welche konkreten Baustellen er oder sie bearbeiten will.

Seid ihr bloß Miesepeter / wollt ihr immer nur dagegen sein / habt ihr was gegen Baumaßnahmen ?
Im Gegensatz zu gewissen anderen Vereinen in Potsdam fordern wir nicht den Abriss vollkommen intakter Gebäude. Wir möchten das Rechenzentrum mit dem besonders beachtenswerten Mosaik von Fritz Eisel erhalten und dabei nicht ausschließen, dass die Brache daneben interessant gestaltet wird.

In einem der reichsten Länder der Welt braucht mensch doch nicht so kleinlich mit Geld umzugehen ?
Offenbar doch: im Denkmalschutz fehlen Gelder in ganz Brandenburg,
auch in Potsdam, sogar in den noch vorhandenen Kirchen.

Warum ist die Kirchensilhouette in Ihrem Logo braun?
Eine Farbe kann nichts für etwaige Bedeutungsebenen, die Menschen ihr anheften.

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